Die Wurzeln der Historischen Mitte

Der Kölner Dom und seine unmittelbare Umgebung haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Zwar wurde 1248 der Grundstein für den Dom gelegt, allerdings befand sich damit nicht das erste Gebäude auf diesem Platz. Die Lage in Rheinnähe war schon immer zentral und wichtig für die Stadt und seine Bürger.

Historische Mitte Köln, Innenansicht

Von der Freistellung bis zum Bau
des Römisch Germanischen Museum

Dem Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesprochenen Auftrag zur Vollendung der Kathedrale folgte eine städtebauliche Neuordnung des Domviertels. Diese bestimmte den Dom zu einem herausgehobenen Punkt der Stadtsilhouette. Die Ausführung der Neuordnung legte den Dom – durch Abriss zahlreicher Bauten in seinem Umfeld – bis 1900 frei. Im Anschluss an die großflächige Zerstörung der Kölner Innenstadt im Zweiten Weltkrieg folgte eine städtebauliche Neuausrichtung. In deren Konsequenz wurden der Dom und das schwer beschädigte Domhotel wiederaufgebaut. In den 1950er Jahren entstanden nach der städtebaulichen Leitlinie von Dombaumeister Willy Weyres und Architekt Rudolf Schwarz eine einheitliche Traufkante und ein Flachdachabschluss für die Domumgebung – zu sehen bei der ehemaligen Bank für Gemeinwirtschaft (heutiges DOMFORUM). Im Jahr 1961 wurde der architektonische Abschluss der Südostseite des Roncalliplatzes, das Kurienhaus, erbaut. In diesem sind heute die Dombauverwaltung, die Domrendantur und das Dombauarchiv beherbergt. 1970 folgte unter Architekt Fritz Schaller der Bau der Domplatte mit Tiefgarage und bis 1974 der Bau des Römisch-Germanischen Museums unter den Architekten Heinz Röcke und Klaus Renner.

Ein alter Dom, ein Bischof und eine Freistellung

Schon im 6. Jahrhundert befand sich am Standort des heutigen Doms eine Kirche. Um 800 folgte an ihrer Statt der Alte Dom, eine der damals größten Kirchen in Deutschland. In unmittelbarer Umgebung des Hildebold-Doms entstanden wichtige Bauten. Dazu gehörte beispielsweise ein Saalbau unter Rainald von Dassel, in dem Hof und Gericht des Erzbischofs untergebracht waren. Bis 1288 blieb der Sitz der Erzbischöfe in Köln. Danach wurde er nach Bonn verlegt und das ehemalige erzbischöfliche Palais genoss bis ins 18. Jahrhundert weniger Aufmerksamkeit – auch weil die erzbischöfliche Stadt bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein abgeriegeltes und somit nicht öffentlich zugängliches Viertel war.

Historische Mitte Köln, Innenansicht

Die Historische Mitte Köln:
ein neues Zuhause für Geschichte, Religion und Kultur

Nach mehr als vierzig Jahren ist die technische Ausstattung des Römisch-Germanischen Museums und seines Studiengebäudes in die Jahre gekommen. Beide Gebäude benötigen neben einer Modernisierung auch eine Erweiterung. Daher entschied die Stadt Köln 2017, das Museum und sein Studiengebäude in die Planungsüberlegungen für die Historische Mitte mit einzubeziehen. Auch das 1888 gegründete Historische Museum der Stadt Köln und das 1961 gebaute Kurienhaus der Hohen Domkirche sind hochsanierungsbedürftig und benötigen mehr Platz und wurden daher ebenfalls Teil dieser Überlegungen.

In der Historischen Mitte Köln werden alle diese bedeutenden kulturellen und geschichtsträchtigen Institutionen der Stadt ein neues, würdiges zu Hause finden.

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Foyer Stadtmuseum Köln Entwurf Staab

DIE WURZELN DER HISTORISCHEN MITTE

Der Kölner Dom und seine unmittelbare Umgebung haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Zwar wurde 1248 der Grundstein für den Dom gelegt, allerdings befand sich damit nicht das erste Gebäude auf diesem Platz. Die Lage in Rheinnähe war schon immer zentral und wichtig für die Stadt und seine Bürger.

VON DER FREISTELLUNG BIS ZUM BAU DES RÖMISCH GERMANISCHEN MUSEUM

Dem Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesprochenen Auftrag zur Vollendung der Kathedrale folgte eine städtebauliche Neuordnung des Domviertels. Diese bestimmte den Dom zu einem herausgehobenen Punkt der Stadtsilhouette. Die Ausführung der Neuordnung legte den Dom – durch Abriss zahlreicher Bauten in seinem Umfeld – bis 1900 frei. Im Anschluss an die großflächige Zerstörung der Kölner Innenstadt im Zweiten Weltkrieg folgte eine städtebauliche Neuausrichtung. In deren Konsequenz wurden der Dom und das schwer beschädigte Domhotel wiederaufgebaut. In den 1950er Jahren entstanden nach der städtebaulichen Leitlinie von Dombaumeister Willy Weyres und Architekt Rudolf Schwarz eine einheitliche Traufkante und ein Flachdachabschluss für die Domumgebung – zu sehen bei der ehemaligen Bank für Gemeinwirtschaft (heutiges DOMFORUM). Im Jahr 1961 wurde der architektonische Abschluss der Südostseite des Roncalliplatzes, das Kurienhaus, erbaut. In diesem sind heute die Dombauverwaltung, die Domrendantur und das Dombauarchiv beherbergt. 1970 folgte unter Architekt Fritz Schaller der Bau der Domplatte mit Tiefgarage und bis 1974 der Bau des Römisch-Germanischen Museums unter den Architekten Heinz Röcke und Klaus Renner.

EIN ALTER DOM, EIN BISCHOF UND EINE FREISTELLUNG

Schon im 6. Jahrhundert befand sich am Standort des heutigen Doms eine Kirche. Um 800 folgte an ihrer Statt der Alte Dom, eine der damals größten Kirchen in Deutschland. In unmittelbarer Umgebung des Hildebold-Doms entstanden wichtige Bauten. Dazu gehörte beispielsweise ein Saalbau unter Rainald von Dassel, in dem Hof und Gericht des Erzbischofs untergebracht waren. Bis 1288 blieb der Sitz der Erzbischöfe in Köln. Danach wurde er nach Bonn verlegt und das ehemalige erzbischöfliche Palais genoss bis ins 18. Jahrhundert weniger Aufmerksamkeit – auch weil die erzbischöfliche Stadt bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein abgeriegeltes und somit nicht öffentlich zugängliches Viertel war.

Kölnisches Stadtmuseum, Historische Mitte, Innenansicht

DIE HISTORISCHE MITTE KÖLN:
EIN NEUES ZUHAUSE FÜR GESCHICHTE, RELIGION UND KULTUR

Nach mehr als vierzig Jahren ist die technische Ausstattung des Römisch-Germanischen Museums und seines Studiengebäudes in die Jahre gekommen. Beide Gebäude benötigen neben einer Modernisierung auch eine Erweiterung. Daher entschied die Stadt Köln 2017, das Museum und sein Studiengebäude in die Planungsüberlegungen für die Historische Mitte mit einzubeziehen. Auch das 1888 gegründete Historische Museum der Stadt Köln und das 1961 gebaute Kurienhaus der Hohen Domkirche sind hochsanierungsbedürftig und benötigen mehr Platz und wurden daher ebenfalls Teil dieser Überlegungen.

In der Historischen Mitte Köln werden alle diese bedeutenden kulturellen und geschichtsträchtigen Institutionen der Stadt ein neues, würdiges zu Hause finden.